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Christian Steiner
Malerfachbetrieb - Herne
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Fassadenrenovierung des Hauses "Von Herzen" in Dortmund


Das Gebäude, ein charaktervolles Wohnhaus aus dem späten 19. Jahrhundert, beeindruckte bereits auf den ersten Blick durch seine ausgewogenen Proportionen, die detailreiche Fassadengliederung und die liebevoll ausgeführten Stuckelemente.
Seit der letzten erfolgten Renovierung im Jahre 1993 hatten Witterungseinflüsse und Rissbildungen jedoch deutliche Spuren hinterlassen. Die vorhandene Beschichtung war stellenweise rissig und abgeblättert, einzelne Bereiche des Putzes waren beschädigt. Auch die Farbwirkung war im Laufe der Zeit
verblasst und ließ die ursprüngliche Eleganz des Hauses nur noch erahnen.


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Rissverläufe von größerem Durchmesser am Gebäude wurden durch sogenannte Bergschäden verursacht. Der Jahrzehnte betriebene untertägige Bergbau in Nordrhein-Westfalen löst in seinem Einwirkungsbereich auch später typische Bodenbewegungen aus, die zu Bergschäden unter anderem an Gebäuden führen können. Es tauchen an Häusern und Gebäuden deutliche Risse, Schieflagen und Verzerrungen auf oder durch Grundwasserabsenkungen die Setzungen.
Mehr Informationen finden Sie dazu online auf der Webseite der RAG mit dem weiterführenden Link:
https://www.rag.de/loesungen/bergschaeden


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Partiell waren ganze Fensterleibungen und Fensterblendrahmungen mit handbreiten Rissen durchzogen und der Putz war angelöst, es bestand u. U. latente Gefahr ganzer herabfallender Fassadenelemente.
Diese extremen Fassadenschäden an Putz und Stuck wurden zuvor vom Stuckfachbetrieb Ottemeier aus Rheinberg als Spezialist für historische Stuckrestaurierung und Sanierung sowie Denkmalpflege geprüft und mit Sorgfalt aufwändig erneuert.


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Für die Folgearbeiten erhielten wir den Auftrag und für uns stand von Beginn an fest: Eine solche Fassade darf nicht einfach überarbeitet werden. Sie benötigt Aufmerksamkeit, Erfahrung und ein genau abgestimmtes Vorgehen. Deshalb bildete eine ausführliche Bestandsaufnahme die Grundlage sämtlicher Arbeiten.
Wir prüften den Zustand des Untergrunds, untersuchten vorhandene Farbschichten und dokumentierten Risse, Abplatzungen sowie Verschmutzungen. Besonderes Augenmerk galt den historischen Details, die den individuellen Charakter des Gebäudes prägen.


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Das Ziel bestand daher nicht darin, diese ältere Fassade möglichst schnell zu überarbeiten, sondern eine zum Gebäude passende Lösung zu entwickeln. Eine sorgfältige Bestandsaufnahme bildet die Grundlage für alle weiteren Arbeiten.


Nach der Einrichtung der Baustelle begannen wir mit der gründlichen Reinigung der Fassade.
Staub, lose Farbreste und oberflächliche Verschmutzungen wurden schonend entfernt, ohne den alten Putz unnötig zu belasten. Beschädigte Stellen wurden sorgfältig ausgebessert und instabile Bereiche fachgerecht ergänzt. Bei der Auswahl der Materialien achteten wir darauf, dass diese mit dem historischen Bestand verträglich waren. Ziel war es, die Fassade dauerhaft zu schützen und gleichzeitig ihre bauphysikalischen Eigenschaften zu erhalten.


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Die Sommermonate 2026 boten für die Renovierung ideale Bedingungen. Die langen Tage und die überwiegend trockene, milde Witterung ermöglichten einen kontinuierlichen Arbeitsablauf.
Bei Arbeiten an historischen Fassaden müssen Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Sonneneinstrahlung stets berücksichtigt werden. Zu hohe Temperaturen können die Trocknung der Farbe beschleunigen und dadurch das gleichmäßige Ergebnis beeinträchtigen. Deshalb legten wir Arbeitszeiten und einzelne Arbeitsschritte so fest, dass die jeweiligen Materialien optimal verarbeitet werden konnten.


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An modernen Gebäuden sind der Fassadenaufbau und die verwendete Materialien meistens vergleichsweise gut nachvollziehbar. Bei älteren Häusern können dagegen unterschiedliche Bau- und Renovierungsphasen aufeinandertreffen. Über die Jahrzehnte wurden möglicherweise verschiedene Putze, Farben oder Reparaturmaterialien eingesetzt.


Vor einer malertechnischen Instandsetzung und einer Farbbeschichtung sollte deshalb einmal festgestellt werden:

  • Welche Putzarten sind vorhanden?
  • Welche Beschichtungen wurden bisher verwendet?
  • Bestehen noch lose oder hohle Putzbereiche?
  • Sind Risse sichtbar und welche Ursache haben sie?
  • Gibt es Hinweise auf Feuchtigkeitsschäden?
  • Welche historischen Gestaltungselemente sollen erhalten bleiben?
  • Waren einzelne Bereiche bereits früher saniert worden?


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Hohes Alter eines Gebäudes bedeutet nicht sofort, dass eine Fassade vollständig saniert werden muss. Dennoch treten bei älteren Außenflächen bestimmte Schadensbilder häufiger auf. Zu diesen Schadensbildern zählen Risse im Fassadenputz, abplatzende Putzbereiche, lose Altbeschichtungen, stark verblassende und abkreidende Fassadenfarben, Verschmutzungen, Feuchtigkeitsschäden, sonstige beschädigte Fassadendetails und unterschiedliche Oberflächen durch frühere Reparaturen.
Dabei sollte insbesondere die Tragfähigkeit des vorhandenen Untergrunds kontrolliert werden. Lose oder nicht mehr ausreichend haftende Bereiche können keine zuverlässige Grundlage für neue Putz- oder Farbschichten bilden. Auch bestehende Beschichtungen spielen eine wichtige Rolle. Neue Materialien sollten mit dem vorhandenen Fassadenaufbau sinnvoll einhergehen und kompatibel sein.


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Beschädigte Bereiche müssen nicht zwangsläufig dazu führen, dass große Fassadenflächen vollständig entfernt werden. Je nach Schadensbild können einzelne Bereiche fachgerecht ausgebessert und an die vorhandene Oberflächenstruktur angepasst werden.
Bei strukturierten Fassaden ist darauf zu achten, dass reparierte Bereiche später nicht unnötig aus dem Gesamtbild hervorstechen sondern sich in das Strukturbild eingliedern.


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Risse gehören zu den häufigsten Auffälligkeiten an älteren Gebäuden. Vor der Neubeschichtung mit Farben sollte zunächst beurteilt werden, um welche Art von Riss es sich handelt und welche Reparaturlösung geeignet ist, längerfristig den Riss zu beseitigen.
Für den Anstrich haben wir uns für das Produkt der Firma MEGA mit der Bezeichnung 406-Mega Siloxan Elast-Fassadenfarbe entschieden. Es handelt sich um eine rissüberbrückende elastische Fassadenfarbe die bei zweimaligen Anstrich Risse bis 1,0 mm überbrücken kann.


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Kleinere oberflächliche Rissbildungen können andere Maßnahmen erfordern als größere oder wiederkehrende Risse.


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Gleichfalls Feuchtigkeit kann historische Fassaden erheblich belasten. Abplatzende Farbe, Verfärbungen oder beschädigter Putz können mögliche Hinweise auf ein Feuchtigkeitsproblem sein.
Auch bei diesen vorgenannten Anzeichen ist vor einer Fassadenbeschichtung zu klären woher die Feuchtigkeit kommt. Erst nachdem die Ursache entsprechend berücksichtigt wurde, kann der Untergrundaufbau sinnvoll zur Erneuerung gebracht werden.
Die Verarbeitung von Putz, Spachtelmassen, Grundierungen und die letztendliche Fassadenbeschichtung sollten als aufeinander abgestimmtes System betrachtet werden.


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Nach den umfangreichen Vorarbeiten erfolgte die Vorbereitung des Anstrichaufbaus. Eine geeignete Grundierung sorgte für einen gleichmäßigen Untergrund und schuf die Voraussetzung für eine langlebige Beschichtung.


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Bei der Farbgestaltung orientierten wir uns sowohl am architektonischen Stil des Hauses als auch an den Wünschen der Eigentümer. In enger Abstimmung entstand ein harmonisches Farbkonzept:
Ein heller, eleganter gelber Grundton betont die Fläche der Fassade, während Nuancen in warmen Graufarbtönen an Fenstereinfassungen, Gesimsen und Stuckelementen die interessanten Details hervorheben.


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Die Wahl der Farbtöne war ein besonders wichtiger Bestandteil des Projekts. Farben verändern nicht nur das Erscheinungsbild eines Gebäudes, sondern beeinflussen auch dessen Wirkung im Straßenraum. Bei einem historischen Haus galt es daher, eine Gestaltung zu finden, die authentisch und zugleich lebendig wirkt.
Wir entschieden uns für eine ausgewogene Kombination aus zeitloser Eleganz und freundlicher Ausstrahlung. Das Ergebnis sollte nicht künstlich neu, sondern gepflegt, klar und dem Alter des Hauses angemessen erscheinen.


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Die hochwertige kälteelastische seidenmatte Acrylatfassadenfarbe Evoshine 201 der Firma Brillux ist hervorragend geeignet, um farbliche Absetzarbeiten in Kontrastfarbtönen an Zierelementen wie Ornamenten, Wappen, Kassetten, Füllungen, Untersichten, Trägern, Bändern oder Vorsprüngen der Hausfassade auszuführen.


Bei historischen Gebäuden prägen Fassadenfarben den architektonischen Charakter besonders stark. Ein vollkommen anderer Farbton kann die Wirkung des Hauses erheblich verändern.
Wir entschieden uns bei der Auswahl der Farbtöne für den Klassiker der Fassadenfarbtonfächer: Sigma Chroma F.


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Bei unserer Gestaltung für das Gebäude war das Augenmerk auf folgenden Attribute gerichtet:

  • Wie ist die ursprüngliche Farbgebung des Gebäudes?
  • Wie gliedert sich der Baustil des Gebäudes?
  • Was machen Fenster und Öffnungen im Gesamtbild aus?
  • Wie viel Raum nimmt der Sockelbereich ein?
  • Wie groß sind die Gesimse?
  • Welche Ornamente lohnt es sich optisch zu betonen?
  • Wie gliedern sich die Fensterleibungen und Fensterblendrahmen?
  • Welche zusätzlichen Zierelemente sind an der Hausfassade sichtbar?


Mit einer abgestimmten Farbgestaltung können einzelne Details hervorgehoben werden, ohne dass die Fassade ihre ursprüngliche Wirkung verliert - Gesimse, Stuckelemente und dekorative Umrandungen machen viele historische Fassaden besonders charakteristisch.
Bei dem Neuanstrich dürfen solche Elemente deshalb nicht wie gewöhnliche glatte Wandflächen behandelt werden. Struktur und Elemente gilt es wieder sichtbar hervorzuheben und harmonisch in die neue Fassadengestaltung einzubeziehen. Dann zeigt sich der Unterschied zwischen einer einfachen optischen Überarbeitung und einer, die sich am Charakter des Gebäudes orientiert.


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Kanten, Übergänge und dekorative Elemente wurden präzise und mit geeignetem Werkzeug wieder ausgearbeitet. Gerade bei reich gegliederten Altbaufassaden zeigt sich die Qualität des Handwerks in den Details. Jeder Fensterrahmen, jedes Ornament und jede Profilkante erfordert ein sicheres Gespür für Material und Oberfläche.
Während der Arbeiten wurde deutlich, wie viel handwerkliches Potenzial in dieser Fassade verborgen lag. Mit jedem neuen Anstrich traten architektonische Strukturen wieder klarer hervor.
Die ursprünglich eher zurückhaltende Erscheinung des Hauses verwandelte sich Schritt für Schritt in ein leuchtendes und repräsentatives Gesamtbild.


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Nach Abschluss der Malerarbeiten erfolgte eine gründliche Kontrolle sämtlicher Flächen. Wir überprüften Farbübergänge, Anschlüsse und Detailbereiche und beseitigten letzte kleinere Unregelmäßigkeiten. Anschließend wurde die Baustelle zurückgebaut. Gerüste, Abdeckungen und Schutzmaterialien verschwanden, sodass die erneuerte Fassade vollständig zur Geltung kam.


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Die 140 Jahre alte Hausfassade erstrahlt nun in neuen, gut abgestimmten Farben. Ihr historischer Charakter blieb erhalten, während die Oberfläche wieder geschützt und das Gebäude optisch deutlich aufgewertet wurde. Die Eigentümer zeigten sich entzückt von der Verwandlung – ebenso wie die Anwohner, die den Fortschritt während der Sommerzeit aufmerksam verfolgt hatten.


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Wir empfehlen übrigens das im Erdgeschoss des Gebäudes befindliche Restaurant "Von Herzen", das mit geschmackvoller polnischer Kochkunst aufwartet.


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Fotos von der Fassadenrenovierung - VORHER

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Fotos von der Fassadenrenovierung - ZWISCHENSTAND

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Fotos von der Fassadenrenovierung - FERTIGSTELLUNG

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Fotos von der Fassadenrenovierung - ENDSTAND KOMPLETT

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Videos von der Fassadenrenovierung