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Wirtschaft


Handwerkerleistungen und die Handwerkerrechnung von der Steuerlast absetzen:

In Zeiten der inflationären Lebenshaltungskosten, trügerischer Nullzinspolitik, explodierender Miet- und Mietnebenkosten, steigender Energiepreise für die Versorgung mit Wasser, Strom, Oel oder Gas, Mangel an sicheren Dauerarbeitsverhältnissen und fehlenden Lohnzuwächsen, rinnt den Bundesbürgern das Geld aus den Taschen.

Dies führt u.a. zu einer Sparpolitik der Verbraucher an Haus- und Grundstücksausgaben. Renovierungen, Sanierungen, handwerkliche Instandhaltungsarbeiten und Verschönerungen an Gebäuden werden aufgeschoben oder nicht angegangen oder zu Dumpingpreisen schlecht ausgeführt.

Als Anreiz der Mehrung einer qualifizierten Durchführung dieser Arbeiten, schuf der Gesetzgeber einige Paragraphen, die es vor dem Finanzamt ermöglichen, beglichene Handwerkerrechnungen von Verbrauchern oder Institutionen bei der eigenen Steuerlast abzusetzen, um in den Genuss einer Betragsersparnis zu kommen.


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Häufig werden wir im Kundenkreis im Falle der Arbeitsbeauftragung mit der Frage nach steuerlicher Absetzbarkeit von unserer handwerklichen Malertätigkeit gefragt. Wir ersetzen sicherlich nicht einen Steuerberater dennoch ist das Thema überschaubar und leicht erklärbar:

Wer für Arbeiten in der selbst genutzten Immobilie einen Handwerker beauftragt, sollte die Rechnung gut aufbewahren. Die Arbeitskosten können nämlich in der Steuererklärung angegeben werden. Ein Steuerbonus bis zu 1.200 Euro ist möglich. Die Handwerkerleistung eines Malers wie z.B. das Verputzen von Wänden, Streichen, Tapezieren oder das  Lackieren sind typische Handwerkerleistungen, die Mieter und Eigenheimbesitzer steuerlich geltend machen können.

Wer denkt, dass nur Haus- und Wohnungsbesitzer Handwerkerleistungen geltend machen können, die ihre Immobilie vermieten, ist unzureichend informiert. Egal ob selbst genutzte eigene Immobilie oder Mietwohnung, Handwerkerrechnungen - und auch die Rechnungen für haushaltsnahe Dienstleistungen - können auch in diesen Fällen als Sonderausgaben steuerlich abgesetzt werden.

Der sogenannte Handwerkerbonus erlaubt es Privatpersonen, 20 Prozent der Arbeitskosten von Handwerkerrechnungen bis zu einem Höchstwert von 6.000 Euro abzusetzen. So kann ein maximaler Bonus von 1.200 Euro zusammenkommen. Neben den reinen Arbeitskosten können dabei in der Regel auch Fahrt- und Maschinenkosten berücksichtigt werden, aber nicht die Kosten für Material.


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Die Datei "Handwerker steuerlich absetzen" (PDF, ca. 57 kb) staffelt nochmals übersichtlich alle Informationen zu diesem Thema.




Der 1000-Mark-Schein war einmal so viel wert wie vier 500-Euro-Scheine heute

Von Norbert Haering - norberthaering.de

Der 500-Euro-Schein, den Wolfgang Schäuble und Mario Draghi abschaffen wollen, ist in Kaufkraft gerechnet noch so viel wert wie 420 Euro bei Einführung der Einheitswährung.
Für einen 1000-Markschein, der nach dem Umrechnungskurs zum Start der Währungsunion heute 511 Euro entspräche, konnte man sich 1964, als er auf Druck des Handels eingeführt wurde, fast so viel kaufen wie heute mit vier 500-Euro-Scheinen.

Mit anderen Worten: 35 Jahre lang störte sich in Deutschland kein Finanzminister an einem Geldschein, der bei seiner Einführung fast vier Mal so viel wert war, wie heute der höchste Schein, der nun plötzlich für große Teile des Übels in dieser Welt und so ziemlich alle Steuerhinterziehung und Terrorfinanzierung verantwortlich sein soll.

Aber vielleicht gab es ja in früheren Jahrzehnten noch keine Waffenhändler, die Politikern Bündel mit Geldscheine zusteckten, und keine Terrorfinanzierung. Aber doch, da gab es doch ziemlich viele Skandale dieser Art, und es gab die Rote Armee Fraktion und den Terroranschlag auf Olympia.

Für alle, die nachrechnen wollen:
2015 betrug bezogen auf das Basisjahr 2010=1000 der Preisindex 107.
Im Jahr 1995 lag er zur gleichen Basis bei 81.
1964 lag der Index zum Basisjahr 1995=100 bei 35. Verkettet man, so ergibt sich ein Index für 1964 bezogen auf das Basisjahr 2015 von 0,93 x 0,81 x 0,35 = 0,26


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Was vom Gehalt übrig bleibt

Sie bekommen mehr Lohn oder Gehalt und wundern sich, dass davon im Leben nicht viel bei Ihnen ankommt?
Hier finden Sie zwei Berichte für Arbeiter, Angestellte oder Selbständige aus der Theorie und aus der Praxis:

Die Dateien "Was vom Gehalt übrig bleibt" (PDF, ca. 34 kb) und "Als Arbeitnehmer ausgenommen" (PDF, ca. 25 kb) möchten zum Lesen mit Ernst, aber auch Augenzwinkern Aufschluss geben, wie sich Lohnbezug in Theorie von oben und im Arbeiterleben widerspiegeln:

Der Download ist jeweils als PDF-Datei unter den Bildern durch Anklicken verfügbar:


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Download: Was vom Gehalt übrig bleibt
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Download: Als Arbeitnehmer ausgenommen




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Reizthema: Handwerk und Diesel-Fahrverbote

Handwerker-Diesel dürfen bundesweit fahren - Stand März 2019

Die klassischen Handwerksbetriebe fürchten Sperrzonen für ihre Firmenautos, die meist mit rentablen Dieselmotoren ausgestattet sind. Seine Vertreter sehen bereits einen Eingriff in die Wirtschaftlichkeit des Handwerks. Wird das Handwerk Opfer einer Öko-Diktatur?

Der Bundestag die Überwachung von Diesel-Fahrverboten entschärft. Handwerker-Ausnahmen sollen bundesweit gelten. Und unter 50 Mikrogramm Stickoxid-Belastung soll es keine Fahrverbote geben.
Die Bundesregierung wollte zuerst Diesel-Fahrverbote über eine automatisierte Erfassung aller Verkehrsteilnehmer kontrollieren...

Das Parlament hat sich auf die neuen Regeln für Stickoxid-Belastung und ein entschärftes Gesetz zur Fahrverbots-Kontrolle geeinigt. Es wird mehr generelle Ausnahmen geben: Neben Fahrzeugen von Handwerkern und Kommunen sollen auch nachgerüstete Dieselautos privater Entsorger verschont bleiben, die beispielsweise Verpackungsmüll oder Bauabfall transportieren.

"Wir brauchen auch in Zukunft noch den Diesel. Im Schwerlastverkehr gibt es kaum Alternativen. Einen Heizkessel oder eine Palette Farbeimer werden wir auch in den nächsten Jahren nicht mit dem Lastenrad durch die Stadt befördern können."

Mehr zum Thema hier:
https://www.handwerksblatt.de/themen-specials/reizthema-dieselfahrverbot-fahrverbot-diesel

Firma und Marktriese Bosch testet verschiedene alternative Dieselkraftstoffe:

Ein aus Abfall hergestellter Biodiesel könnte die CO2-Bilanz eines Dieselmotors deutlich verbessern.
Das wird bei Bosch in der Praxis getestet. Deutschland verhindert allerdings gemäß Medienberichten eine Markteinführung.

Bei dem sogenannten "Care-Diesel" handelt es sich nach Angaben des Autozulieferes Bosch um einen aus Rest- und Abfallstoffen sowie Altspeiseölen und Fettresten hergestellten Kraftstoff, der 100 Prozent regenerativ hergestellt werden kann. Also ohne die Raffinierung von Rohöl wie bei normalem Kraftstoff.
Zwar entsteht bei der Verbrennung nach wie vor CO2. Doch durch die Nutzung von Abfällen und Reststoffen, die ja bereits existieren und nicht extra produziert werden müssen, sei die gesamte Klimabilanz eines mit diesem Diesel betankten PKW um 65 Prozent reduzierbar.

Der Einsatz von regenerativen und synthetischen Kraftstoffen kann einen großen Beitrag zur Luftreinhaltung  leisten. Ihre Verwendung wirkt ökologisch wesentlich schneller als die komplette Erneuerung von Fahrzeugen und Infrastruktur. Bestehende Tankstellen lassen sich so weiter nutzen.

Der Öko-Diesel könne theoretisch in jedem Diesel-PKW genutzt werden. Ein solches Fahrzeug würde also in deutliche Konkurrenz treten zu anderen CO2-armen Formen der Mobilität, vor allem dem Elektroauto. Bosch nutzt auch den Test-Treibstoff erfolgreich in Diesel-Fahrzeugen des eigenen Fuhrparkes.

Produziert ist der Öko-Diesel von einem Unternehmen aus Finnland. Deutschland hat jedoch keine Zulassung für den bei Bosch getesteten Kraftstoff erteilt. Hintergrund ist eine Entscheidung der Bundesregierung, zugunsten der Elektromobilität nicht auf alternative Kraftstoffe zu setzen. Demzufolge darf der klimafreundliche Care-Diesel künftig nicht an deutschen Tankstellen verkauft werden.
Das Umweltbundesamt, eine Unterbehörde des Bundesumweltministeriums, begründete das Verhalten damit, dass mit Elektrofahrzeugen genug Alternativen für Diesel-PKW zur Verfügung stünden.

Klimaneutrales Diesel, Benzin als der Treibstoff der Zukunft wird ebenfalls in Eggenstein-Leopoldshafen hergestellt. In einem Praxistest gewinnen Forscher des Karlsruher Institut für Technologie ( KIT ) unter anderem aus Kohlenstoffdioxid (also dem CO2), das klimaneutrale Benzin, Diesel oder Kerosin. Der neue Treibstoff wird in einer weltweit einzigartigen Anlage in der Größe eines Schiffscontainers produziert, am Standort des Institutes Eggenstein-Leopoldshafen.

Die Anlage filtert Kohlendioxid (CO2) aus der Luft. Es werden CO2 und Wasserdampf in Wasserstoff und Kohlenmonoxid gespalten. In der dritten Phase entstehen lange Kohlenwasserstoffketten. Diese werden im vierten Schritt so aufgespaltet, dass daraus Benzin, Diesel oder Kerosin hergestellt werden kann. Die vielversprechende Versuchsreihe ist im Fortschritt.




Geldschmelze durch Zinsabschaffung

Früher war alles besser. Zumindest aus Sicht der Sparbuchsparer. Wer erinnert sich nicht gern an die Zeiten zurück als man als kleiner Knirps von den Großeltern sein erstes Sparbuch mit 100 DM Einlage als Anlage beim Geldinstitut hat eingerichtet bekommen? Dies mit dem Hinweis, " hier kannst du jetzt dein Taschengeld sparen, denn dadurch hast du am Jahresende gleich viel mehr Geld auf deinem Sparbuch".

Ja, selbst für uns Kinder war der Zins ein Wunder, ein Geldgeschenk mit dem man Geld machen konnte. Und eben dies lockte zum Sparen und vernünftigen wertebewussten Umgang mit Geldgeschenken oder mit dem Geld, das man sich verdiente. Es war der Lohn des Tuns, den einem der Staat gestiftet hat und den man nicht undankbar zur Kenntnis genommen hat. Alles andere wäre unlogisch gewesen für das Kinderempfinden. Arbeiten und Sparen lohnte sich folglich.


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Heutige Zinspolitik

Niedrige Zinsen gibt es nicht erst seit Mario Draghi an der EZB-Spitze (Europäischen Zentralbank). Auch schon zu Bundesbank-Zeiten gab es Jahre, wo die Zinsen kaum die Inflation ausglichen. Doch so richtig schlimm wurde es seit dem Jahr 2011. Seit dem Jahr 2011 erzielen Sparbuchsparer nach Abzug der Inflation keine reale positive Renditen mehr. Ihr Erspartes verliert an Wert. Am Ende steht ein Wertverlust beim angesparten Vermögen.

Wie dramatisch diese Entwicklung ist, zeigt der "ewige Zinskalender" mit der Entwicklung des Realzinses im Jahresdurchschnitt, den Sparer laut Bundesbank mit einjährigen Zinskonten nach Abzug der Inflation erzielen konnten.


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Das traurige Ergebnis: Auf Jahressicht verloren Sparbuchsparer seit 2011 regelmäßig Geld – in der Spitze betrug der Vermögensverlust minus 1,94 Prozent im Jahr 2018. Das war nicht immer so. Mehr als 30 Jahre lang war die Realrendite für Sparer positiv: Das heißt, dass sie mit ihrem Ersparten tatsächlich ihr Vermögen erhalten und mehren konnten.
Im Jahre 1990 lag der reale Vermögenszuwachs bei 6,01 Prozent. Aus heutiger Sicht scheint dieser Wert nahezu utopisch zu sein.


EZB: Negativer Realzins seit 2011 - Die alte Welt mit Zins und Zinseszins gibt es so nicht mehr

Mehr als sechs Prozent realer Zuwachs auf dem Sparbuch – doch seitdem sind nahezu 30 Jahre vergangen, in denen die Zinsen diesen Wert nicht mehr erreichten. Aus Sicht von Sparern bedeuten negative Realzinsen eine Zeitenwende. In der Vergangenheit war der Zinseszinseffekt ein starkes Argument für das Sparbuch.

Dass die Deutschen Abschied nehmen müssen von der alten Sparerwelt mit Zins und Zinseszins, scheint sich erst ganz langsam in das Bewusstsein der Sparer vorzuarbeiten: Die deutsche Sparquote ist historisch hoch, die Deutschen horten immer noch mehr als zwei Billionen Euro auf weitgehend zinslosen Konten.

Wie wirkmächtig die Idee des Sparens mit Zinseszins ist, zeigt ein Zitat, das Albert Einstein zugesprochen wird:
Der soll den Zinseszinseffekt einmal als "achtes Weltwunder" bezeichnet haben. Doch seit vielen Jahren bleibt dieses Wunder aus. Schlimmer noch - das "achte Weltwunder" kommt nicht wieder.
Genauso bedauernswert ist, dass viele deutsche Anleger oder Sparer immer noch auf die Rückkehr dieses Wunders hoffen – vermutlich vergeblich.

Dabei gilt dieser Effekt nicht nur für das Sparbuch, sondern auch an der Börse – für Aktien und Anleihen. Wer seine dort erzielten Erträge immer wieder anlegt, kann damit in der Zukunft weitere Erträge erzielen. Je höher der Ertrag und je länger das Investment, umso wirkungsvoller kann der Effekt sein: Das Vermögen wächst schneller. Allerdings muss der Anleger an der Börse vorübergehende Kursschwankungen aushalten können.


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Was rät man nun Menschen, die noch versuchen, durch das Sparen zu Geld zu kommen? Sie können einmalig eine in der Regel größere Summe anlegen, sie können aber auch regelmäßig kleinere Beiträge investieren oder beides kombinieren: mit einem Einmalbetrag als Grundstock starten und diesen dann regelmäßig mit kleineren Beiträgen aufstocken. Dabei werden keine großen Summen benötigt.

Wie der Name "Einmalanlage" schon sagt, investiert der Anleger einen festen Betrag zu einem bestimmten Zeitpunkt und nimmt dann mit seinem Investment an der Wertentwicklung seiner Anlage teil. So kann der Wert steigen, aber auch unter den ursprünglichen Betrag fallen.

Gerade bei der Geldanlage an der Börse spielt der Zeitfaktor eine wichtige Rolle: Je länger der angestrebte Anlagehorizont ist, desto weniger fallen vorübergehende Wertschwankungen ins Gewicht. Wer nicht in eine Einmalanlage investieren will, kann auch regelmäßig kleinere Beiträge über einen Sparplan anlegen – das geht ab 25 Euro monatlich. Das erleichtert den Einstieg in die Investmentwelt. Große Summen zum Start sind unnötigt.




Im Westen nichts Neues!

Die neuen Bundesländer im Osten des Landes sind einer Studie zufolge heute wirtschaftlich weit besser aufgestellt als in der Vergangenheit. Dafür kriselt es jedoch stärker in einer anderen Region der Republik, dem sogenannten Ruhrgebiet.


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Das Ruhrgebiet sieht sich vor wirtschafts- und sozialpolitische Probleme gestellt, die eine konjunkturelle Abwärtsspirale in Gang setzen. Ein Problemkreislauf, den vor 25 Jahren vorwiegend der Osten hatte, findet sich nun im tiefen Westen der Republik wieder, so das Ergebnis einer Studie.

Die Städteanreihung als Ballungsraum im Westen galt als früherer industrieller Leistungsträger in Deutschland, mit ehemals vielen alteingessenen Firmen, Fabriken, Industriebetrieben, Kohle-und Bergbauförderung, seiner Auto- und Elektronikproduktion sowie vielen gut florierenden Handwerksbetrieben kleiner und mittelständischer Unternehmen.
Diese Zeit scheint nun vorbei zu sein - der Strukturwandel im größten Ballungsraum Deutschlands, dem Ruhrgebiet, sei weiterhin nicht bewältigt worden.

Die Auswirkungen machen Nordrhein-Westfalen im Vergleich zu den anderen Bundesländern nun verstärkt zu einer Problemregion. Die Arbeitslosigkeit halte sich hartnäckig, die Zahl der Arbeitsplätze sinke weiter, die Region habe bundesweit die niedrigsten Einkommen, heißt es in der Untersuchung einer demografischen Studie des "Berliner-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung".


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Farrow & Ball - Farbton De-Nimes-No. 299 im Kontrast zu weiß


Von 401 Kreisen und kreisfreien Städten in Deutschland attestieren die Forscher Gelsenkirchen die schlechtesten Zukunftsperspektiven. Wenige Plätze davor liegen Herne, Duisburg, Oberhausen und Recklinghausen.
Allgemein besteht die Tendenz, dass besser ausgebildete und qualifizierte Fachkräfte abwandern und in besser bezahlte Regionen des Landes übersiedeln oder den Sprung ins Ausland wagen. Zudem ist ein weiterer Teil der Bevölkerung dieser Region tendenziell überaltert.
Dem entstehenden Bevölkerungsschwund wird versucht entgegenzuwirken durch den Heranzug von mehrheitlich unqualifizierter Zuwanderung auf Basis angestrebter Migrationspolitik.

Wirtschafts- und entwicklungstechnische Problemfälle sind auch mehrere Kreise und Städte in Norddeutschland - etwa Wilhelmshaven, Dithmarschen oder Emden haben trübe Aussichten.
Die ehemalige Montanregion im Saarland um die Stadt Neunkirchen ist ebenso am Ende der Bestenliste vertreten wie die Stadt Pirmasens in Rheinland-Pfalz, wo nach der Wende tausende Jobs in Bundeswehr- und Nato-Einrichtungen verloren gegangen sind.

In der Stadt Pirmasens, die heute nur noch als Schatten ihres ehemaligen Daseins gesehen werden kann, ist die durchschnittliche Lebenserwartung im Schnitt sechs Jahre kürzer als in der Stadt Starnberg, gelegen nahe bei München. In der Stadt im Umland von München gibt es bundesweit die höchsten Einkommen.

Die demografische Studie des "Berliner-Instituts für Bevölkerung und Entwicklung", besagt weiterhin, daß die Top-20 der Kreise und Städte mit den besten Wirtschafts-und Entwicklungsaussichten, fest in der Hand bayerischer und baden-württembergischer Kommunen, angeführt von München, gefolgt von Ebersberg, Heidelberg und Erlangen, sind.


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Farrow & Ball:
Farbton Pavilion Gray No. 242 und Calamine No. 230
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Farrow & Ball:
Farbton Off-White-No. 3 und Blue Gray No. 91


Im Osten Deutschlands liegt dagegen "Dresden" ganz vorn, wenn es um Fakten für gute Wirtschafts-und Entwicklungsaussichten geht. Dresden und Sachsen bilden fast eine Erfolgsstory. Das Bundesland hat seit Jahren das dritthöchste Wirtschaftswachstum in Deutschland, die Beschäftigungsquote gehört zu den höchsten im bundesdeutschen Vergleich, die Geburtenrate ist vergleichsweise hoch, die Kinderbetreuung ist deutlich besser ausgebaut als in anderen Gegenden der Republik, so die Studie.


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Farrow & Ball - Farbton Calke-Green-No. 34


In Sachsen lässt man sich also die Butter nicht vom Brot nehmen, wenn es darum geht, die regionalen Wirtschaftsinteressen am Ort zu stärken. Allerdings wird für Sachsen prognostiziert, dass der Freistaat in den kommenden Jahren vermehrt Einwohner verliert, was bedeutet, dass offene Arbeitsplätze nicht mehr besetzt werden, was dann möglicherweise Arbeitgeber aus der Region vertreiben kann.
Denn künftig wird die Bevölkerung laut der Studie in allen Bundesländern im Osten vermehrt zurückgehen - in Sachsen-Anhalt etwa um 16 Prozent. Erwartet wird, dass 23 Kreise und kreisfreie Städte dort jeden fünften Einwohner verlieren.

Mit dem Abzug der Bevölkerung schwindet in den Regionen auch die Hoffnung, nochmals wirtschaftlich aufzuschließen. Dennoch haben die großen Städte wie Leipzig, Dresden, Halle, Erfurt und Jena wegen ihres geglückten Ausbaues und Förderung noch immer Vorzeigecharakter.
Ein Trend ist ungebrochen, nämlich der, dass Großstädte wie Hamburg, Berlin oder München weiter wachsen werden.