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Christian Steiner
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Kompendium: Tapeten und Tapezierarbeiten

Geschichte der Tapete

Alle Kulturen und zu allen Zeiten haben Menschen ihre Lebensräumlichkeiten dekoriert und geschmückt. Es begann mit Fels- und Höhlenmalereien, Mosaike und Fresken. Mit der Entwicklung kamen Wandbekleidungen aus Papieren, Leder und mit floralen, mauresken Ornamenten. Wandgestaltung und Ausschmückung sind so alt wie die Menschheit. Die ersten Anwendungen eines Tapetenbehanges liegt Forschungen gemäß vermutlich in der Chinesischen Kultur, die bereits um die Zeit 100 n.Chr. begannen, dort hergestellte Papiere farbig zu bemalen und diese als Wandschmuck zum Dekorieren Ihrer Räumlichkeiten benutzten.

Erste bedruckte Wandpapiere für bürgerliche Wohnstätten sieht man hier im 14. Jahrhundert. Damals war Papierherstellung noch handwerkliche Kunst. Später erst folgte die Kombination von Papierherstellung und Druck, was eine Art Serienfertigung möglich machte. Papiermanufakturen in England und Frankreich fertigen als Vorläufer der Tapete die sogenannten Dominotiers. Sie werden bereits im 17. Jahrhundert mit Vorlagen aus Holz gedruckt und haben Rapportmuster, die eine fortlaufende Flächengestaltung erlauben. Eine Drucktechnik, die sich bereits im Stoffdruck bewährt hatte.

Mit Ende des siebzehnten Jahrhunderts kommen in England raumhohe Tapetenbahnen auf, die aus zusammengeleimten, von Hand gemachten Papierbahnen bestehen. In der Zeit entwickelt sich zudem eine immer ausgeklügeltere Handdrucktechnik. Handbemalt oder mit Schablonen und Holzmodeln bedruckt entsteht eine breite Palette verschiedenster Abbildungen und Muster. Höhepunkt der Entwicklung waren die Panoramatapeten. Rund zweiunddreißig Tapetenbahnen, die allesamt wie eine Serie mit Holzmodeln bedruckt wurden, zeigen wichtige Orte, Kriegsschauplätze, Stadtansichten und Landschaften.

Um 1830 begann die Technik des  Rundschöpfsiebes. Diese macht die Herstellung von Endlospapier möglich. Schritte in die industrielle Produktion der Tapete sind damit vollzogen. Die anfangs noch dampfbetriebenen Maschinen des Rotationsdrucks ermöglichen nicht nur eine Produktionssteigerung, sondern auch erschwinglichere Preise. Die Herstellung der Walzen ist jedoch noch kunsthandwerklich und nicht eben rational. Diese massiven Holzwalzen werden von Formstechern kunstartig mit Metallstegen bestückt und größere Farbflächen mit Filz  ausgefüllt. Erst die Einführung des Nacheinanderdrucks einzelner Farben auf modernen sogenannten Schnell-Läufern machten die Tapetenherstellung schließlich effizient, somit breiter in der Anwendung.

Man kann jeweilige Weiterentwicklungen in Materialqualität und Bildsprache der Tapeten auch in den Stilepochen erkennen - begonnen mit der deutschen Renaissance (1520 – 1660) machte sie immer weitere Fortschritte im Deutschen Barock (1660 – 1800), über die Epochen Deutscher Rokoko (1735 – 1789) / Deutscher Klassi­zismus mit Empire (1755 – 1830) / Biedermeier-Stil (1815 – 1850) / Historismus (1820 – 1910) / Jugendstil (1890 – 1910) / Art déco-Stil (1905 – 1930).

Der sog. Funktio­nalismus ab ca.1920 brachte der Tapetenentwicklung vorläufig neue Eigenschaften und Verbesserungen im Material sowie in Bemalung oder Audruck. Am Ende der Entwicklung steht Tapetenware im heutigen Zeitalter der Moderne am Gipfel von Qualität, Vielfalt und Praktikabilität sowie im Ausdruck ihrer Gestaltung und ihren Anwendungsmöglichkeiten.


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Die Tapete "heute" und das Tapezieren

Heute sprechen wir von rund einem Dutzend unterschiedlichen Tapetenarten, die gebräuchlich sind, die sich alle sehr stark in Materialien, Eigenschaften, Farben und Dekor unterscheiden. Um einige bei ihrem Namen zu nennen, an dem man bereits schon die Verschiedenartigkeit ihres Oberflächenabbildes erahnen kann: Rauhfasertapete - Mustertapete/Unitapete - Fluessigtapete - Gräsertapete - Naturelltapete - Glasgewebetapete - Kunststofftapete - Bild,- und Panoramatapete - Ledertapete - Seidentapete - Metalleffekttapete - Lacktapete - Isolier/ Funktionstapete - Papiertapete - Zellstoff-Vliestapete - Tapete als Bordüre.

Fehlerfreies Tapezieren war und ist eine Herausforderung für den Fachmann geworden, denn nur eine optisch einwandfreie Tapezierung erfüllt ihren Sinn. Zur Verklebung von Tapeten gehören zahlreiche Teilarbeitsgänge, die insgesamt eine einwandfreie Tapetenverarbeitung herbeiführen sollen.
Es beginnt bei der Kontrolle der gelieferten Tapete, dann folgt das Zuschneiden der Bahnen, Anmischen des richtigen Kleisters / Klebers, folgend das Auftragen des Kleisters auf Bahnenrückseiten oder den Wandflächen an sich. Das Anlegen der Bahnen unter Beachtung des Musterrapports an den Seitenenden ist Teil des handwerklichen Geschickes, dann werden Bahnen und ihre Nahtstöße unter mittlerem Druck mit dem Untergrund verbunden und im Kleberbett verhaftet.

Die Trocknung der Tapete und Überprüfung des Tapezierbildes auf einwandfreie Ausführung ist der letzte Akt.
Jedoch steht vor diesem Prozess zwingend immer die Aufbereitung und Herstellung eines neuen, glatten, tragfähigen und sauberen Tapetenuntergrundes - ein Vorgang, der nicht selten ähnlichen Zeitanspruch bedingt, wie das Auftapezieren von Tapeten an sich selber.

Deswegen raten wir ihnen als Kunden und Interessenten: Machen Sie diese Arbeit nicht selbst, wenn sie Wert auf einwandfreie Tapezier-Ergebnisse legen, sondern bestellen sie korrekt arbeitende Fachleute wie Maler und Tapezierer in ihre heimischen vier Wände. Denn das Erscheinungsbild der schönsten Tapete wird getrübt, wenn sich Tapezierfehler einschleichen und zu unansehnlichen Mängeln führen.
Der marktgeläufige  "Do-it-yourself"-Sektor bietet zwar massenhaft Material und Ware zum Kauf an, jedoch ersetzt eine papierene Anleitung zum Tapezieren nicht die Erfahrung der Fachleute, welche auch bei den heute hergestellten Tapetenmaterialien zur Verarbeitung unabdingbar geblieben ist - auch wenn dies als Tatsache zuweilen von den Produktanbietern vorenthalten wird.


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Glasgewebetapete Fischgrät-Muster


Beispiele von Tapetenarten

Nachfolgend stellen wir ihnen einige Tapetenarten, Kollektionsvorschläge und zusätzliche Tapetenbeschichtungen vor. Dies umfasst Trends wie schlichten Purismus bishin zu schwelgerischen luxuriösen Oberflächendarstellungen.
Qualitativ hochwertig sind alle Produkte. Wir beraten Sie gern bei ihrer beabsichtigten Produkt- und Farbauswahl und besprechen Gestaltungsmöglichkeiten mit ihnen.


Tapeten - strukturgebend für Anstrichbeschichtung

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Rauhfaser-Tapete Erfurt Viva - Anstrich Creme-Farbton
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Raufaser gold-gelb gestrichen
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Brillux Raufasertapete mittel
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Brillux Raufasertapete grob
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Brillux Glasgewebetapete Profession
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Brillux Rauvliestape fein
Brillux Rauvliestape fein
Brillux Glasgewebe CreaGlas-3006
Brillux Glasgewebe CreaGlas-3006
Brillux Glasgewebe CreaGlas-3022
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Brillux Glasgewebe Profession - Wandlackanstrich rot
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Glasfaser-Relieftapeten für Deco-Lasurbeschichtung


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Caparol FantasticFleece Mandisa Decolasur 3D reurban 8.

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Caparol FantasticFleece Tiana Decolasur 3D Malachit 70


Tapeten mit Vliesrücken

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Tapeten mit Relief - strukturgebend für Lasurbeschichtung, Metalloptikbeschichtung, Anstrichbeschichtung mit Lack- oder Latexfarben

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